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10 Tipps für das perfekte Anschreiben

10 Tipps für das perfekte Anschreiben

Dein Anschreiben soll Personalverantwortliche überzeugen, dass du der/die perfekte Kandidat:in für den Job bist und auch menschlich gut zum Unternehmen passt. Wie du das schaffst? Wir geben dir 10 wichtige Tipps, die du dafür im Anschreiben unbedingt beachten solltest.

Dein Bewerbungsanschreiben ergänzt den Lebenslauf und macht deine Bewerbung komplett. Zudem ist es deine erste Arbeitsprobe. Klingt banal, ist aber wahr: Du hast keine zweite Chance, einen ersten Eindruck zu machen. Um also nicht auf dem Absage-Stapel zu landen, sollte dein Anschreiben die folgenden drei Punkte abdecken:

  • Deine Motivation: Warum möchtest du genau diesen Job bei genau diesem Unternehmen? Weshalb hat dich das Stellenangebot überzeugt? Zeige gleich in der Einleitung deines Anschreibens, dass du dich gezielt für das Unternehmen entschieden hast.
  • Deine Qualifikationen: Welche Fähigkeiten und persönlichen Eigenschaften machen dich zur idealen Besetzung für die Stelle? Genau darum geht es im Hauptteil des Bewerbungsanschreibens. Stelle nachvollziehbar dar, dass du den Anforderungen des Jobs gewachsen bist. Nachvollziehbar heißt: Gib für die Stelle relevante Beispiele und lasse konkrete Erfolge für dich sprechen, anstatt bloße Behauptungen aneinanderzureihen.
  • Der Mehrwert für das Unternehmen: Weshalb sollte das Unternehmen dich einstellen und keinen anderen? Wie möchtest du zum Beispiel dein Know-how in den ersten Tagen erfolgreich anwenden und mit welchem Ziel? Nach der Lektüre deines Anschreibens sollte dem/der Personaler:in klar sein: Das Unternehmen profitiert von deiner Einstellung.

1. Stellenausschreibung genau analysieren

Wie genau sieht das Anforderungsprofil der ausgeschriebenen Stelle aus? Welche Qualifikationen sind für den Job unabdingbar und auf welche Soft Skills, also persönliche Charaktereigenschaften, legt das Unternehmen großen Wert? Betone diese Punkte im Hauptteil des Anschreibens, indem du die für die Stelle relevanten Highlights aus deiner bisherigen Laufbahn auswählst. Es wird ein:e Teamplayer:in gesucht? Dann solltest du mit Beispielen belegen, dass du bereits erfolgreich im Team gearbeitet hast.

2. Formalien beachten

Ein Anschreiben beinhaltet immer feste Bausteine, an die du dich beim Aufbau halten solltest: Vollständige Adresse und Kontaktdaten (der Firma und deine eigenen), Datum, Bewerbungsbetreff, persönliche Anrede, Einleitung, Hauptteil, Schlusssatz, persönlicher Gruß mit handgeschriebener Unterschrift und eine Auflistung der Anlagen. Außerdem sollte dein Anschreiben gestalterisch zu den restlichen Bewerbungsunterlagen passen – verwende einheitliche und aufeinander abgestimmte Schriftarten, Schriftgrößen, Farben und Stil-Elemente.

3. Persönliche Anrede

Eine persönliche Ansprache der zuständigen Person hinterlässt einen besseren Eindruck als das unverbindliche “Sehr geehrte Damen und Herren”. Oft wird in Stellenanzeigen bereits eine Kontaktperson genannt, an die die Bewerbung gerichtet werden soll. Diese solltest du auch in jedem Fall in der Adresszeile und Anrede nennen.

Falls kein:e konkrete:r Ansprechpartner:in erwähnt wird, nutze die Chance und erkundige dich telefonisch beim Unternehmen. Das zeigt Selbstvertrauen und Interesse. Vielleicht findet sich die Person ja auch schon am anderen Ende der Leitung und du kannst noch ein paar Details zu Stelle erfragen oder worauf er bei der Bewerbung Wert legt? Mit etwas Mut kannst du durch den Anruf deine Jobchancen also erhöhen, denn es besteht eventuell die Chance, dass dein Name im Kopf bleibt.

4. Sei authentisch

Glaubwürdigkeit ist der Schlüssel zum Erfolg. Schildere authentisch und ehrlich deine bisherigen Erfahrungen und verknüpfe diese dann mit dem Unternehmen. Übertreibungen und falsche Angaben in deinem Anschreiben werden dir kaum einen Vorteil verschaffen. Spätestens im Vorstellungsgespräch kommt raus, was du wirklich kannst. Beschränke dich darauf, deine wahren Stärken überzeugend unterzubringen und hebe hervor, welche positiven Eigenschaften du für die Stelle mitbringst. Heißt auch: Du musst dir vorab deiner Fähigkeiten bewusst sein.

5. Finger weg von abgegriffenen Phrasen

Du „suchst eine neue Herausforderung“ und bewirbst dich deswegen „hiermit auf die ausgeschriebene Stelle als …“? Das kann sich der/die Personaler:in denken, schließlich würdest du dich ja sonst nicht bewerben. Solchen Phrasen fehlt jede Aussagekraft und Persönlichkeit. Und gerade die ersten Sätze deines Anschreibens sollten Interesse wecken, mehr über dich zu erfahren. Auch Floskeln wie „Ich bin teamfähig, belastbar und zuverlässig“ sind tabu. Besser ist es, diese Eigenschaften mit konkreten Beispielen zu untermauern – wenn sie denn für die Stelle relevant sind. Also Finger weg vom ideenlosen Einheitsbrei. Auch wenn es mehr Aufwand bedeutet: Investiere die Zeit, schließlich geht es hier um deine berufliche Zukunft.

6. Komm auf den Punkt

Ja, dein Anschreiben sollte gut formuliert sein. Das bedeutet aber nicht, dass du die ganze Palette deiner literarischen Fähigkeiten unter Beweis stellen solltest. Denke immer daran, dass das Anschreiben im besten Fall nicht mehr als eine DIN A4-Seite umfassen sollte. Qualität geht eindeutig vor Quantität. Bringe deine Argumente in verständlichen Sätzen und klarer Sprache auf den Punkt. Kein:e Personaler:in möchte lange verschachtelte Sätze oder blumige Metaphern im Anschreiben lesen – dafür ist keine Zeit.

7. Sei selbstbewusst

Wie der Name schon sagt, geht es bei der Bewerbung immer auch um Werbung für sich selbst. Bescheidenheit ist zwar eine löbliche Charaktereigenschaft, wirkt sich in einer Bewerbung jedoch eher negativ aus. Du kannst was – deswegen bewirbst du dich ja auf die Stelle! Vermeide deswegen Konjunktive wie „hätte, würde, könnte, dürfte“. Du würdest dich nicht über ein persönliches Gespräch freuen, sondern du freust dich auf das persönliche Gespräch. Sei nicht schüchtern und lasse keine Zweifel an deiner Eignung für deinen Traumjob. Natürlich muss Eigenwerbung sorgfältig abgeschmeckt werden, denn: zu viel Eigenwerbung = Kandidat brüstet sich. Zu wenig Eigenwerbung = kein Selbstbewusstsein.

8. Wechsle den Blickwinkel

Natürlich möchte der/die Personaler:in wissen, was du alles kannst und welche Erfolge du in deiner bisherigen Laufbahn für dich verbuchen konntest. Was aber noch viel brennender interessiert ist, wie deine Fähigkeiten auf die Stelle auf das Unternehmen einzahlen. Heißt: Es geht ihm primär darum, zu erfahren, was du leisten kannst und willst, welchen Mehrwert du – und niemand anders – dem Unternehmen bieten kannst. Nach dem Lesen deiner Bewerbung sollte die entscheidende Person nur zu einem Schluss kommen: Das Unternehmen profitiert davon, wenn es dich einstellt. Dazu gehört auch, dass du dich im Vorfeld gut über das Unternehmen informierst.

9. Gehaltsvorstellungen und Eintrittsdatum

Nicht vergessen: Wenn in der Ausschreibung Informationen wie Gehaltsvorstellung und frühestmöglicher Eintrittstermin abgefragt werden, solltest du diese auch unbedingt in deiner Bewerbung unterbringen. Begehe nicht den Fehler und lass diese Punkte weg, weil du dir vielleicht unsicher bist. Andernfalls gilt deine Bewerbung als unvollständig und wird sehr wahrscheinlich direkt aussortiert. Ein guter Platz im Anschreiben für Gehalt und Startpunkt der Beschäftigung ist der letzte Absatz vor der Verabschiedung.

10. Schlaf eine Nacht drüber

Du hast den ganzen Tag an deinem Anschreiben gesessen und bist fertig? Super! Aber bevor du deine Bewerbungsunterlagen jetzt abschickst, schau am nächsten Tag nochmal mit frischen Augen drüber und lasse deine Bewerbung am besten noch von einer zusätzlichen Person korrigieren. Das größte No-Go bei der Bewerbung sind immer noch Tipp- oder Rechtschreibfehler. Sie werfen vor allem ein schlechtes Licht auf deine Arbeitsweise. Wer schon bei seiner eigenen Bewerbung schludert, der dürfte auch beim Job die nötige Sorgfalt vermissen lassen, so die Schlussfolgerung des Personalers.

Jetzt bist du gefragt!

Du siehst: Hinter einem guten Anschreiben steckt viel Arbeit und Mühe. Formale Feinheiten sind dabei genauso wichtig wie individueller und überzeugender Inhalt. Vorlagen und Mustertexte für Anschreiben, die du haufenweise im Internet findest, solltest du also maximal als Anregung nutzen. Denn das Anschreiben muss immer passgenau auf die Stellenausschreibung und das Unternehmen zugeschnitten sein. Ja, das ist nicht mal eben schnell geschrieben. Aber mit diesen Tipps im Gepäck, sollte dir das Verfassen deines Anschreibens schon ein wenig leichter fallen.

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29.06.2022 Alle Blogs Nach Oben