Ausbildungsplätze richtig vermarkten

Ausbildungsplätze richtig vermarkten

15.06.2020 „Ausbildung ist Zukunft“ gilt in unserer diffusen Zeit mehr denn je zuvor: Während Stellenangebote gerade erst behutsam wieder hochgefahren werden, machen strategisch denkende Unternehmen beim Karriereeinstieg keine Abstriche. Mit Azubis verhält es sich wie mit gutem Whiskey: Wer jetzt nicht ausbildet, dem fehlen in 3, 6 oder 12 Jahren die loyalen Fachkräfte.

Bewerberzahlen für Ausbildungsstellen sinken allerdings seit Jahren stetig, deshalb brauchen Unternehmen unbedingt eine Strategie im Wettbewerb um junge Talente. Beginnen wir damit, was in deren Köpfen vorgeht (laut einer großangelegten Studie von McDonalds / Allensbach Institut):

Bei SchülerInnen herrscht allenthalben große Unsicherheit in Sachen Berufseinstieg. Weniger als ein Viertel wissen, was sie am Ende der Schulzeit beruflich machen wollen. Diese Unsicherheiten beruhen auf einem beachtlichen Informationsdefizit:

  • Nur 44% fühlen sich ausreichend über ihre beruflichen Möglichkeiten informiert.
  • SchülerInnen ziehen die Familie für die Berufswahl zurate. 9 von 10 sprechen mit den Eltern, drei Viertel mit Freunden über die Wahl des Berufswegs.
  • Junge Leute lesen keine Flyer oder Broschüren. 70% der Schüler nutzen das Internet, um sich zu informieren.
  • Die Mehrheit der jungen Leute ist der Meinung, dass Jobmessen, spezielle Internetseiten und die Gespräche mit anderen, die dieselbe Ausbildung machen, besonders vertrauenswürdige Informationsquellen sind.

Bauen Sie auf diesen Daten auf, um Ihren zukünftigen Nachwuchs bestmöglich zu erreichen und sich einen guten Bewerberpool zu sichern, insbesondere unter den momentanen Bedingungen, die persönliche Kontakte nur sehr eingeschränkt erlauben.

1. Beziehung lange vor der Jobanzeige aufbauen

Wenn der Erstkontakt mit Kandidaten erst zum Zeitpunkt des Jobangebotes erfolgt, ist es in der Regel zu spät. Optimal bauen SchülerInnen und deren Friends & Family vorher Vertrauen und Interesse für Ihr Unternehmen auf. Finden Sie digitale Kanäle, die von den Jugendlichen akzeptiert werden. Bespielen Sie diese Kanäle authentisch mit interessanten Einblicken in das Unternehmen und die Ausbildung, die auf die entscheidenden Auswahlfaktoren der jungen Leute abzielen: Gute Übernahmechancen, nette Kollegen, Sicherheit, geregelte Arbeitszeiten, wenig Stress, das sind die Motive für die Wahl des Ausbildungsbetriebs.

2. „Lights on“ signalisieren

Machen Sie deutlich, dass alle ausgeschriebenen Ausbildungsplätze (auf karriere-hamburg.de, der eigenen Website und allen anderen Stellen) auch wirklich aktuell sind. Signalisieren Sie, dass Ihr Betrieb ausbilden wird, Corona hin oder her! Erzählen Sie, dass Ihr Ausbildungsbetrieb gemeinsam mit der Azubi-Generation in die Zukunft schaut. Also: Bewerbungen sind natürlich nach wie vor sowas von willkommen!

3. Straffer Prozess von Bewerbungseingang bis Vorstellungsgespräch

Wir haben den Bewerbungsprozess in Coronazeiten hier bereits behandelt. Aber nur kurz: Die vier T’s auf Vordermann bringen (Team, Tempo, Transparenz und Technik). Wer in diesen Zeiten zügig entscheidet, sichert sich die besten Kandidaten. Videointerviews ersetzen das Zusammensitzen an einem Tisch, sollte aber genauso gewissenhaft vorbereitet und durchgeführt werden.

4. Der Ausbildungsstart

Berichten Sie immer wieder mal darüber, wie das mit dem Arbeiten gerade funktioniert bei Ihnen. Was hat sich geändert? Ganz wichtig: Was erwartet die Jobstarter, wie ist ganz konkret die Einarbeitungsphase geplant?

5. Erreichbarkeit signalisieren

Bei der Berufsorientierung und in der Bewerbungsphase hat man einfach viele Fragen und ist unsicher - besonders jetzt. Signalisieren Sie, dass Sie für Fragen zur Verfügung stehen und die personalverantwortlichen Ansprechpartner vor allem jetzt erreichbar sind (per E-Mail oder per Telefon).


... und hier sehen Sie, wie wir die Azubis von morgen mit unserem aktuellen #azubi-spezial unterstützen, die richtige Ausbildung beim richtigen Betrieb zu finden.




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