Homeoffice ist ein Modewort.

Homeoffice ist ein Modewort.

19.04.2020 Home Office ist ein Modewort, aber für weit über die Hälfte der Jobs nicht möglich. Auch und gerade in diesen Jobs hat sich das Arbeitsleben deutlich verändert. 

Ganz vorne an der Front stehen die systemrelevanten Jobs "vor den Kulissen" in Supermärkten, Bäckereien, Krankenhäusern, Pflegeheimen, bei der Polizei, bei der Bahn und im Bus. Ihr Job ist allerdings härter geworden, nicht nur wegen der Ansteckungsgefahr. Hauptbelastung ist häufig die Konfrontation mit einigen "Kunden", die noch immer nicht begriffen haben, was dort geleistet wird.  

Gleich dahinter die Systemrelevanten "hinter den Kulissen" in Transport, Lagern und Produktionsbetrieben, in der Landwirtschaft, in der Backstube, in Laboren und Wäschereien. Auch hier ist der Stresspegel hoch, Überstunden und Ansteckungsgefahr sind die Hauptursache. Auf den Balkonen klatschen wir abends Beifall für unsere Helden, aber wird sich die neue Anerkennung auch nach der Krise niederschlagen?

Selbst Berufe, die weniger im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen, haben sich verändert. In den Arztpraxen ist die Patientenbehandlung durch Präventionsmaßnahmen deutlich komplizierter geworden. Mitarbeiter in Verwaltungsjobs räumen aufgrund von Personalengpässen im Lager die Ware ein. Ämter und Behörden haben den regulären Betrieb zugunsten von Krisenmanagement und Telefon-Hotlines ausgesetzt. Musiker streamen ihre Konzerte in den sozialen Netzwerken. Schulen und Unis stellen das Lehrmodell auf digital um.

Im Angesicht dieser Krise sind die Menschen kreativ geworden. Die Art, wie wir arbeiten, bewegt sich derzeit ein ganzes Stück, da tun sich auch Möglichkeiten für Jobsuchende auf. Jeder sollte sich zwei Fragen stellen: Was verändert sich in meiner Branche gerade? Wie kann ich mich darauf am besten vorbereiten?





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