Die Anlagen – Qualität statt Quantität

Die Anlagen – Qualität statt Quantität

Eine vollständige Bewerbung besteht nicht nur aus einem individuellen Bewerbungsanschreiben und einem persönlichen Lebenslauf mit professionellem Bewerbungsfoto, sondern auch aus Zeugnissen, Zertifikaten und Nachweisen über weitere erworbene Kenntnisse und Qualifikationen. Den ersten positiven Eindruck, den der potentielle Arbeitgeber von Dir bekommen hat, kannst Du durch Deine Referenzen festigen.

Die Anlagen runden Deine Bewerbungsmappe ab. Grundsätzlich gilt, dass jede schulische oder berufliche Station im Leben durch eine Referenz belegt werden können muss. Anlagen werden nach dem Anschreiben und dem Lebenslauf platziert. Zu ihnen zählen (Hoch-) Schulzeugnisse, Praktikumszeugnisse, Arbeits- und Zwischenzeugnisse, sowie Zertifikate über andere Leistungsnachweise (Sprach-, Computerkenntnisse, Umgang mit Maschinen, ...).

Wichtig ist, dass die Qualität und nicht die Quantität der Anlagen im Vordergrund steht: somit solltest Du Zeugnisse, Bescheinigungen oder Zertifikate, die keinen Bezug zu dem Stellenangebot haben, auslassen. Bei mehrjähriger Berufserfahrung ist zum Beispiel ein Schulzeugnis nicht mehr von Relevanz. Andernfalls fügen das Zeugnis mit dem höchsten Schulabschluss bei. Ein Papierstapel schreckt ab und der potentielle Arbeitgeber sortiert ungern Deine Anlagen. Verweise lieber auf zusätzliche Anlagen, die Du bei Interesse gerne nachreichst und überzeuge durch einen knappen aber übersichtlichen und aussagekräftigen Inhalt! Natürlich kommt es auch darauf an, ob Du Schüler, Student, Absolvent, Berufseinsteiger, Berufswechsler, oder Berufserfahrener bist: Als Schüler zum Beispiel empfiehlt es sich, Neben- oder Ferienjobs oder andere Aktivitäten zu nennen und zu belegen, während das für einen Berufserfahrenen, der schon 20 Jahre im Berufsleben steht, unüblich ist.

Bei umfangreichen Anlagen empfiehlt es sich, ein Anlagenverzeichnis zu erstellen, das eine erste Übersicht ermöglicht. Die Anlagen können Sie chronologisch (angefangen bei der Tätigkeit, die Sie zuletzt ausgeübt haben) anordnen oder Sie können sich an Ihrem Lebenslauf orientieren (beim Parallel-Lesen mit dem Lebenslauf vereinfacht das den Lesefluss). Die verschiedenen Anordnungen machen das Anlagenverzeichnis übersichtlicher und erleichtern dem Leser einen schnellen Überblick. Lebenslauf und Anschreiben sind keine Anlagen und werden deshalb auch nicht im Anlagenverzeichnis erwähnt.

Die jeweiligen Dokumente solltest Du nur in kopierter oder eingescannter Form beifügen. Verschicke keine Originale, denn nicht alle Unternehmen senden Bewerbungsunterlagen zurück. Wenn der Arbeitgeber es allerdings ausdrücklich verlangt, lasse Zeugnisse beglaubigen und eventuell Zeugnisse in anderen Sprachen übersetzen und ebenfalls beglaubigen. Achte auf gut-leserliche, saubere Kopien, auf hochwertigem Papier ohne Knickstellen. Bedrucke die Seiten nur einseitig und benutze Blätter im DIN A4-Format. Von der Verwendung von Klarsichthüllen ist abzuraten, da diese den schnellen Zugriff erschweren.

Anlagen bei Online-Bewerbungen

Viele Unternehmen akzeptieren oder erwünschen sogar Online-Bewerbungen per Kontaktformular oder E-Mail. Fasse bei E-Mail Bewerbungen alle Anlagen in einer PDF-Datei zusammen und benenne diese entsprechend mit Deinem Namen. Das PDF-Format garantiert, dass die Seiten ihre ursprüngliche Form beibehalten, auch wenn sie von einem anderen Computer aus geöffnet werden. Achte auf eine seriöse E-Mail Adresse und darauf, dass die gesamte Größe der Datei nicht 3 MB überschreitet. Versuche, die E-Mail Adresse des für die Bewerbung Verantwortlichen in Erfahrung zu bringen. Rufe eventuell im Unternehmen an. Sende nur dann Arbeitsproben mit, wenn diese ausdrücklich erwünscht werden.

Deine Arbeitszeugnisse sollten Angaben zur Tätigkeiten erhalten, sowie Beurteilungen über Deine Leistungsfähigkeit. Achte dabei genau auf Formulierungen des Arbeitgebers und lasse diese eventuell nachbessern. Allgemein gilt: Wecke das Interesse Deines potenziellen Arbeitgebers schon durch ein auf die Stelle individuell-angefertigtes Anschreiben und einem persönlichen Lebenslauf und bestärke den ersten positiven Eindruck durch Deine Referenzen.




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