Arbeiten im Fachbereich Schule

Arbeiten im Fachbereich Schule

18.05.2021 Der Martinsclub ist in vielen Bereichen aktiv: Wohnen, Jugendhilfe, Schule, aber auch Pflege und Teilhabe. Doch was zeichnet die unterschiedlichen Bereiche aus? Und was müssen Mitarbeitende mitbringen? Wir haben ein kurzes Interview mit Katharina Lankenau-Wettstein, Fachleitung Schule, geführt.

Der Martinsclub setzt sich als sozialer Träger für die Inklusion ein. Mit welchen Angeboten ermöglicht der Bereich Schule die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen?

Katharina Lankenau-Wettstein: Die Schule ist ein Ort an dem Kinder und Jugendliche viel erleben. Uns ist es wichtig, dass auch Schüler*innen mit Beeinträchtigung am Lernen und sozialen Miteinander teilnehmen können. Die begleiteten Schüler*innen erleben Schule häufig als Herausforderung. Dabei unterstützen die eingesetzten Assistent*innen.  Mit ihrer Hilfe können sich die Schüler*innen auf die wichtigen Dinge konzentrieren: Dabei sein, in Kontakt mit Gleichaltrigen gehen, voneinander und miteinander lernen.

Welche Rolle spielen dabei die Mitarbeitenden des Martinsclub in der Schule?

Katharina Lankenau-Wettstein: Die Einsatzgebiete in der Schule haben alle das gleiche Ziel, sind dabei aber auch sehr unterschiedlich. Unsere persönlichen Assistent*innen zur Teilhabe helfen Schüler*innen mit einer körperlichen Beeinträchtigung im Schulalltag. Dies betrifft auch den Umgang mit Lernmaterialien und den Bereich Hygiene. Klassenassistent*innen arbeiten in sogenannten Inklusionsklassen. Hier lernen Kinder mit und ohne geistiger Beeinträchtigung gemeinsam. Neben der Lehrkraft und den Sonderpädagog*innen, leisten die Klassenassistent*innen Unterstützung beim Lernen und bei Konflikten. Bei komplexeren Bedarfen kann auch eine Drittkraft eingesetzt werden. Diese wird zusätzlich in Inklusionsklassen eingesetzt und führt dort eine 1-zu-1-Begleitung durch. Klassenassistent*innen und Drittkräfte können sich dabei auch im Team gegenseitig unterstützen. Zudem haben wir noch sozialpädagogische Fachkräfte. Diese bieten Lernangebote, wie z.B. Bewegungsspiele oder kunstpädagogische Angebote an Ganztagsschulen an.

Wenn ich jetzt bei Ihnen im Bereich Schule anfangen möchte, was muss ich da mitbringen? Was ist Ihnen bei Ihren Mitarbeitenden besonders wichtig?

Katharina Lankenau-Wettstein: Zu den Voraussetzungen zählt eine mindestens zweijährige pädagogische oder pflegerische Ausbildung. Aber auch ein pädagogischer Uni-Abschluss erfüllt die Voraussetzung. Daneben stehen vor allem Kompetenzen wie Empathie, Reflexionsfähigkeit und Konfliktfähigkeit im Fokus. Bewerber*innen sollten gerne mit Menschen mit Beeinträchtigung zusammenarbeiten und inklusiv denken. Immer wichtiger wird auch ein technisches Grundverständnis. Nicht nur in den Schulen und beim Lernen erhält die Digitalisierung einen größeren Stellenwert. Auch im Martinsclub nutzen wir digitale Kommunikationsmittel, z.B. bei Teamtreffen oder für Anträge und Nachweise.

Was macht die Arbeit im Martinsclub so besonders? Welche Möglichkeiten haben Mitarbeitende sich hier zu entwickeln?

Katharina Lankenau-Wettstein: Wir versuchen immer vorrausschauend zu agieren. Wir ruhen uns nicht im hier und jetzt aus, sondern schauen immer in welche Richtung es in Zukunft geht. Uns beschäftigt, was Menschen mit Beeinträchtigung in fünf oder zehn Jahren brauchen. Auch hier spielt die digitale Teilhabe eine wichtige Rolle. Dabei bieten wir ein großes Angebot an Fortbildungen, um alle mitzunehmen. Dieses wird laufend auf den Bedarf der Mitarbeiter*innen ausgerichtet. So stärken wir die fachliche und persönliche Entwicklung.

Wenn Sie den Martinsclub in drei Worten beschreiben müssten, welche wären das für Sie?

Katharina Lankenau-Wettstein: Innovativ, kreativ und zuverlässig.

 

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