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DIAKO Ev. Diakonie-Krankenhaus gGmbH
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Der DIAKO Campus – Ausbildung in Langzeit-, Kurzzeit- und Akutpflege an einem Ort

Warum Jannik, Nana und Vanessa auf dem DIAKO Campus ihre Ausbildung zur Pflegefachkraft machen  

Das DIAKO ist ein Krankenhaus mit rund 1.000 Mitarbeiter*innen in Bremen-Gröpelingen. Die Kolleg*innen aus acht Fachabteilungen auf insgesamt 16 Stationen inklusive Tagesklinik behandeln jährlich mehr als 60.000 Patienten. Zusammen mit der DIAKO KURZZEITPFLEGE und dem Haus Emmaus bilden die Einrichtungen den DIAKO Campus, der auf einem Gelände die Langzeitpflege in der Altenhilfe, Kurzzeitpflege sowie Akutpflege im Krankenhaus verbindet. Was das Besondere an der Ausbildung auf dem DIAKO Campus ist, steht auf dieser Seite – erzählt von den Auszubildenden Jannik, Nana und Vanessa.

Erleben wie Menschen im DIAKO Fortschritte machen
Reges Treiben und Selbstständigkeit –  der Alltag der Auszubildenden zur Pflegefachkräften in der DIAKO KURZZEITPFLEGE

Gemütlich in der Teeküche sitzen. Blick auf das offene Atrium des Ärztehauses am DIAKO, in dem die Kurzzeitpflege untergebracht ist. Das ist eine eher ungewöhnliche Situation für den Auszubildenden Jannik Hentze (19 Jahre) und seinen Praxisanleiter Marco Slawek. Denn im Arbeitsalltag bleibt dafür wenig Zeit. Es gibt immer etwas zu tun in der DIAKO KURZZEITPFLEGE. Das spürt man auch an dem regen Treiben, das auf den Fluren herrscht, wenn man die Räume der Kurzzeitpflege betritt. Gäste, Pflegekräfte, Auszubildende – alle sind auf den Fluren unterwegs. „Wir Auszubildenden bekommen morgens bei der Übergabe unsere Aufgaben und arbeiten diese dann selbständig ab. Bei Fragen können wir uns aber natürlich immer an unseren Praxisanleiter wenden“, sagt Jannik, der im zweiten Jahr seiner Ausbildung ist. Er ist froh und dankbar, die Ausbildung bei der Kurzzeitpflege machen zu dürfen.

Einblick in verschiedene Bereiche auf dem DIAKO Campus
„Das ist das Besondere in der Kurzzeitpflege. Fortschritte sind hier schneller zu sehen als zum Beispiel in der Langzeitpflege.“ Jannik kann den Vergleich ziehen, denn im Rahmen seiner generalistischen Pflegeausbildung bekommt er einen Einblick in die verschiedenen Bereiche der Pflege. „Bei der Ausbildung auf dem DIAKO Campus können sich die Auszubildenden darauf verlassen, in allen drei Häusern mit gleicher Qualität ausgebildet zu werden“, erklärt Markus Janßen als Leiter des Bereichs Pflegeausbildung. Die Vernetzung der Häuser ermögliche es den mehr als 50 Auszubildenden auf einem gemeinsamen Campus die Lang-, Kurzzeit- und Akutpflege kennenzulernen. „Nur ambulante Pflege und Psychiatrie haben wir nicht auf dem DIAKO Campus. Aber dafür haben wir Kooperationspartner“, so Janßen weiter. Und noch eine Besonderheit: Das Kennenlernen der Arbeit auf der Intensivstation und der zentralen Notaufnahme gehört für alle Auszubildenden auf dem DIAKO Campus immer zum Programm – obwohl es gesetzlich kein fester Bestandteil der Ausbildung ist.  Jannik findet das gut, denn nur so könne man die Prozesse in den anderen Häusern und auf den verschiedenen Stationen nachvollziehen. „Ich habe auch schon einen Tag in der Verwaltung hospitiert, um die Abläufe dort ein wenig kennenzulernen“, so der Auszubildende.

Gemeinsame DIAKO-Praxistage für alle Auszubildenden
„Ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung sind auch die Praxistage“, betont Marco Slawek. Der Praxisanleiter nutzt diese Tage, um mit seinem Auszubildenden über deren Fragen und Sorgen zu sprechen und durch konkrete Aufgabenstellungen den Blickwinkel zu ändern. „Zum Beispiel kann der Auszubildende erarbeiten, wie man ein Frühstück für Senioren herrichtet. So sollen Senioren wieder Lust auf Essen bekommen, damit auf Sondenkost verzichtet werden kann. Es ist wichtig, dass sich die Auszubildenden über solche Dinge Gedanken machen, auch wenn sie gerade nicht in der Langzeitpflege eingesetzt sind. Diese übergreifenden Lerninhalte helfen im späteren Berufsleben, weil über den Tellerrand geschaut wird.“ Gemeinsame Praxistage gibt es außerdem mit dem DIAKO und dem Haus Emmaus. Bei solchen Praxistagen stehen die Interessen der Auszubildenden im Fokus: Was möchten die Auszubildenden gerne machen und lernen? „Wenn die Auszubildenden selbstgewählte Themen erarbeiten, dann bleibt auch das Interesse daran bestehen“, so Marco Slawek. Jannik schätzt es sehr, wenn er sich erst theoretisch mit Themen auseinandersetzen und diese dann anschließend in der Praxis anwenden kann. „Es bleibt besser im Gedächtnis – wenn man sich die Skills erst theoretisch aneignet und dann auch direkt praktisch umsetzen kann, wie zum Beispiel bei der chirurgischen Wundversorgung“, so der Auszubildende.

Ein neuer Blick auf die Pflege
Welche Unterschiede Nana zwischen der Pflege in Vietnam und in Deutschland während ihrer Ausbildung auf dem DIAKO Campus entdeckt

Lächelnde Gesichter, freundliche Grüße und kurze Gespräche – wenn Thi Nga Ngo, Spitzname Nana, durch das Haus Emmaus läuft, strahlt sie vor Freude. Sie fühlt sich wohl und das merkt man ihr an. Die 24-jährige Vietnamesin ist im zweiten Ausbildungsjahr zur Pflegefachkraft in der Altenhilfeeinrichtung auf dem DIAKO Campus. In ihrer Heimat Vietnam hat sie bereits eine Pflegeausbildung gemacht – da diese hier in Deutschland jedoch nicht anerkannt wird, hat sie noch einmal von vorne angefangen. „Pflege ist hier in Deutschland anders als in Vietnam“, so Nana. In Vietnam arbeitete sie in einem Krankenhaus, daher war es neu für sie nur mit älteren Menschen zu arbeiten. „Deshalb habe ich viel neu gelernt, wie Dekubitus also Wundpflege.“ Ihre Erfahrungen aus Vietnam helfen ihr, doch gibt es viele Unterschiede zur Pflege in Deutschland. Im Haus Emmaus geht es vor allem um die Grundpflege, Vitalzeichenkontrolle, Wundmanagement, Biografiearbeit und den Kontakt zu den Angehörigen, erklärt die Auszubildende.

Aufgaben der Auszubildenden auf dem DIAKO Campus wachsen Stück für Stück
„Unsere Auszubildenden sind auf zwei Wohnbereiche mit je 40 Bewohner*innen aufgeteilt“, erklärt Praxisanleiterin Sarah Achilles. Die Praxisanleiter*innen stehen den Auszubildenden zwar immer zur Verfügung, jedoch ist es auch wichtig, dass die Auszubildenden lernen eigenständig zu arbeiten. „Wir fangen immer mit einem Teilbereich an und wenn dieser beherrscht wird, kommt der nächste Teilbereich hinzu.“  So wachsen die Aufgaben und die Kenntnisse der Auszubildenden Stück für Stück wachsen. Besonders wichtig ist dabei, immer auf die Bedürfnisse der Bewohner*innen einzugehen.

Man kennt sich gegenseitig 
Das Haus Emmaus ist ein kleines Haus – man kennt sich, man kommt miteinander auf dem Flur ins Gespräch. Das ist etwas, was auch Nana sehr schätzt. „Ich liebe alle Bewohner*innen hier, ich kenne fast alle. Wir sind wie eine Familie – manch einer behandelt mich wie seine Tochter. Wir spielen Spiele und reden miteinander. Das ist schön“, sagt die Auszubildende Nana. Einen großen Anteil an der besonderen Atmosphäre im Haus Emmaus tragen auch die Diakonissen im Ruhestand bei. „Unser Haus hat eine lange Geschichte. Die Diakonissen prägen den Alltag ebenso wie Pastor Rothe“, betont Achilles. Trotz der Tradition sei man aber auch dankbar und offen für Neues. „Wir profitieren auch vom DIAKO Campus, wie beispielsweise an den gemeinsamen Willkommenstagen für alle Auszubildenden des Campus.“  

Vom FSJ in die Ausbildung
Wie Vanessas Freiwilliges Jahr im DIAKO zum Sprungbrett für ihre Ausbildung wurde

Als die 19-jährige Vanessa Behr ihr Freiwilliges Soziales Jahr im DIAKO antrat, hätte sie nicht gedacht, kurze Zeit später schon mit der Pflegeausbildung zu starten. „Ich habe mein FSJ verkürzt, weil hier eine Stelle für eine Ausbildung frei wurde“, erzählt Vanessa. Sie fand die Arbeit in der Pflege, die sie schon während eines Schulpraktikums kennenlernte, spannend und ist froh nun schon im zweiten Jahr ihrer Ausbildung zur Pflegefachkraft zu sein. „Ich finde es so schön, wenn man sieht, wie es mit den Patient*innen bergauf geht.“ Besonders deutlich ist das zum Beispiel im Bereich der Orthopädie zu sehen. Auf dieser Station hat sich Vanessa auch gleich wohlgefühlt. „Ich mochte das Team dort sehr gerne, aber auch den Ablauf.“  Das, so lobt die Auszubildende, sei ohnehin toll an der Ausbildung auf dem DIAKO Campus – die klare Struktur und Standards der Ausbildung sowie die Möglichkeit, in verschiedene Bereiche zu schauen. „Vielleicht stellt man dann erst im Laufe der Ausbildung fest, dass ein bestimmter Bereich besonders gut zu einem passt“, so Vanessa. Sie ist froh, dass es immer eine feste Ansprechperson für Fragen gibt. Aktuell, auf der HNO-Station, ist das ihre Praxisanleiterin Corinna Mehrtens. 

Fragen dürfen auf dem DIAKO Campus immer gestellt werden
„Ich versuche immer Fragen sofort oder – wenn sie nicht akut sind – sobald wir etwas Zeit haben mit den Auszubildenden zu klären“, so die Praxisanleiterin. Besonders gut gehe das an den Praxistagen. Hier könnte man ganz besonders auf ein wichtiges Thema eingehen. „Ich schaue dann immer, welche Patienten wir gerade haben, damit die Auszubildenden das Wissen von der Theorie aus den Schulblöcken in die Praxis umsetzen können.“ Unter Anleitung dürfen die Auszubildenden, wenn sie das möchten, vieles schon alleine ausprobieren – wie das Absaugen von Atemwegssekreten auf der HNO-Station. Die Theorie dazu erhalten die Auszubildenden durch die Schulblöcke – in Präsenz oder über das E-Learning. „Wir bekommen Rechercheaufgaben oder müssen als Gruppe eine Präsentation halten“, erzählt Vanessa. Aber es gibt auch Puppen zum Üben bestimmter Pflegeaufgaben.

Auszubildende übernehmen eine Station – die Auszubildendenstation auf dem DIAKO Campus
Auch mindestens fünf Nachtschichten gehören zur Ausbildung – Vanessa hat allein zwei davon auf der sogenannten „Auszubildendenstation“ absolviert. „Das war ein neues Projekt, dass alle Grenzen des bisher da gewesenen gesprengt hat“, erzählt Markus Janßen als Leiter des Bereichs Pflegeausbildung. 32 Auszubildende aus dem zweiten und dritten Ausbildungsjahr haben sechs Wochen lang im Dezember 2021 und Januar 2022 die pflegerische Betreuung der Patientinnen und Patienten auf der Station 7A übernommen. Das praxisnahe Ausbildungsprojekt wurde unter anderem von Praxisanleiter Markus Janßen initiiert und begleitet.  Darüber hinaus unterstützten die zentralen Praxisanleiter sowie Praxisanleiter anderer Abteilungen die Auszubildenden werktags. „Die Auszubildenden haben alles selbst geregelt – von A bis Z“, so Janßen. Ziel war es, einmal die Realität auf der Station kennenzulernen, um nicht am ersten Tag nach der Ausbildung ins kalte Wasser geworfen zu werden. Daher mussten die Auszubildenden alles selbst regeln: Anmeldung der Patient*innen, Visiten, Delegation, Einarbeitung neuer Auszubildenden, Dienstplanung, Praxisanleitung, Dokumentation – so haben sie nicht nur gelernt, Patient*innen eigenverantwortlich zu pflegen, sondern auch Team-Management und das Führen einer Station. Dieses Projekt war ein voller Erfolg – ein guter Einblick für die Auszubildenden und es soll - etwas angepasst - wiederholt werden.

Die Kolleg*innen der Zukunft
„Ausbildung hat für uns einen besonderen hohen Stellenwert und ist, auf dem hart umkämpften Fachkräftemarkt, eine gute Zukunftsinvestition“, so Huber. Denn rund 80 Prozent der Neueinstellungen kommen durch diese Investition zustande. „Wir versuchen derzeit auch noch mehr Kolleg*innen dazu zu motivieren, eine Praxisanleiterfortbildung zu machen. Praxisanleiter *innen sollten wie in einer Partnerschaft immer zusammen mit dem Auszubildenden arbeiten, um eine bestmögliche Ausbildung zu gewährleisten“, erklärt Pflegedienstleitung Sina Cordes. Dies ist der grundlegende Ansatz des angestrebten Ausbildungssystems der Praxisanleitung auf dem DIAKO Campus.

„Eine gute Ausbildung ist uns auch deshalb so wichtig, weil wir unsere zukünftigen Kolleg*innen ausbilden“, betont Janßen. Auch darum ist ihm die Weiterentwicklung des Ausbildungsprogramms auf dem DIAKO Campus ein Herzensanliegen: „Wir wollen noch mehr gemeinsame Standards zwischen den Häusern und die Kooperation noch weiter ausbauen – davon profitieren schließlich alle.“


Das bietet der DIAKO Campus seinen Auszubildenden:   
  • Ein vielfältiges Arbeitsumfeld mit Mitarbeiter*innen aus 30 Nationen
  • Alles an einem Ort: Langzeit-, Kurzzeit- und Akutpflege
  • Besonderheit: Ausbildung auch auf der Intensivstation und Notfallambulanz
  • Fachübergreifende Zusammenarbeit und flache Hierarchien
  • Kollegialer und zugewandter Umgang, feste Ansprechperson als Praxisanleiter*in
  • Eigene Auszubildende-Projekte (z.B. die Azubi-Station) 
  • Familienfreundliche Arbeitsbedingungen
  • Zahlreiche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten 
  • Gute Bezahlung in der Ausbildung nach Tarif
  • Sehr gute Firmenfitness-Konditionen (Qualitrain)



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25.08.2022 Unternehmensnachrichten Nach Oben