Wirtschaft im  Corona-Modus

Wirtschaft im Corona-Modus

08.06.2020 Holger Schmitt (KX Personal GmbH / karriere-bremen.de) im Kurzinterview mit dem Magazin "Wirtschaft in Bremen und Bremerhaven" (Ausgabe 5+6/2020)

Wie beeinflusst die Corona-Krise das Recruiting-Geschäft, Herr Schmitt? Was raten Sie den Unternehmen?


Trotz Corona: Es wird weiter rekrutiert in Unternehmen. 15 Prozent der Stellenangebote sind storniert, ein Drittel liegt auf Eis, der Rest läuft weiter. Viele Kandidatinnen und Kandidaten sind jetzt im Home-Office oder in der Kurzarbeit. Zeit, dass die Arbeitgeber ihre Unternehmensmarke auffrischen und breitauf der eigenen Webseite, in sozialen Medien und Job-Portalen streuen.

Jetzt gilt für Sie als Unternehmen: Mit dem Talentpool im Dialog sein, selbst wenn Sie keine offenen Stellen haben. Die Pipeline muss aktiviert bleiben, sonst fangen Sie bei null an, wenn es bei Ihnen wieder losgeht. Abläufe auf Vordermann bringen. Personaler und Bewerber klagen jetzt über langwierige Prozesse und Entscheidungen, die haken. Das ist aber ganz unnötig, weil Folge eines schlampigen Prozesses. Die vier Ts zur Prozessbeschleunigung: Team. Tempo. Transparenz. Technik. Behandeln Sie ein Videointerview genauso gewissenhaft wie einen Office-Termin. Was Ihre Kandidaten hier sehen und hören, prägt den ersten Eindruck. Und wenn das persönliche Gespräch gebraucht wird, um eine Einstellungsentscheidung zu treffen, raten wir zum gemeinsamen Spaziergang im Freien. Ein virtueller Arbeitsstart kann verwirrend sein. Es fehlen die informellen Begegnungen in der Kaffeeküche, um Team, Kultur und Abläufe kennenzulernen. Virtuelles Onboarding sollte deshalb extra durchdacht sein.

Foto: Frank Pusch


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