Was ist der Unterschied zwischen einem Motivationsschreiben und einem Anschreiben?

Was ist der Unterschied zwischen einem Motivationsschreiben und einem Anschreiben?

In Stellenausschreibungen werden mal Anschreiben und mal Motivationsschreiben gefordert. Doch worin liegt eigentlich der Unterschied zwischen einem Anschreiben und einem Motivationsschreiben?

Unterschied von Motivationsschreiben und Anschreiben

Im Anschreiben stellst du deine Person lediglich kurz vor, erläuterst welche Qualifikationen du mitbringst und warum du perfekt zu der ausgeschriebenen Stelle passt. Außerdem ist es sinnvoll darzustellen, warum du genau in dieser Firma arbeiten möchtest. Das verschafft Personaler:innen einen ersten guten Überblick und sie können dein Anliegen schneller einordnen.

Im Motivationsschreiben legst du deine Beweggründe für die Bewerbung viel ausführlicher dar. In der Regel sollte dein Motivationsschreiben die Länge einer A4 Seite aufweisen. Begreife das Motivationsschreiben dabei nicht als lästige Pflicht, sondern als Chance: Das Motivationsschreiben bietet dir genügend Freiraum, um deine Stärken und Schwächen hervorzuheben und auf deine Charaktereigenschaften einzugehen.

Du legst detailliert dar, warum du gerade in diesem Berufsfeld arbeiten möchtest und welche Qualifikationen du einbringen kannst. Du gehst außerdem auf die Anforderungen ein, die in der Stellenausschreibung beschrieben werden. Wenn z.B. Flexibilität oder Teamfähigkeit gefordert werden, dann erläutere diese beiden Eigenschaften am besten anhand von konkreten Beispielen.

So baust du das perfekte Motivationsschreiben auf

1. Einleitung

Sowohl die Überschrift des Motivationsschreibens als auch die ersten Sätze sollten die Neugier des/der Personaler:in wecken. Du könntest z.B. auf folgende Überschrift zurückgreifen: “Warum ich mich bei Ihnen bewerbe”

Im Einleitungssatz solltest du auf Standardfloskeln à la „Ich bewerbe mich hiermit auf Ihre Stelle…“ oder „Ich bin motiviert, die Stelle XY bei Ihnen anzutreten, weil…“ verzichten. Besser: „Zu meinen Werten und Stärken gehören Zuverlässigkeit und Kommunikationsfähigkeit. Dies konnte ich als XY bereits erfolgreich unter Beweis stellen.“

Oder auch: „Die von Ihnen ausgeschriebene Stelle XY hat aufgrund der abwechslungsreichen Anforderungen und Tätigkeiten mein größtes Interesse geweckt“.

2. Hauptteil

Der Hauptteil gilt als Herzstück des Motivationsschreibens, indem du deine Qualifikationen noch einmal deutlich hervorhebst. Dabei solltest du folgendes nicht unerwähnt lassen:

  • Qualifikationen
  • Soft Skills
  • Identifikation mit dem Unternehmen
  • Berufliche und private Ziele
  • Relevante Erfahrungen und Fähigkeiten
  • sofern vorhanden: Soziales Engagement
  • Zusatzqualifikationen

3. Schlussteil

Runde dein Motivationsschreiben ab, indem du am Ende erwähnst, dass du dich über eine Einladung zum persönlichen Gespräch sehr freust. Du kannst auch dein Interesse bekunden, dass Unternehmen besser kennenlernen zu wollen. Genau wie das Anschreiben musst du auch das Motivationsschreiben unterschreiben.

Wann sollte ein Motivationsschreiben mitgeschickt werden?

Ein Motivationsschreiben solltest du unbedingt beilegen, wenn

  • du vermutest, dass sich auf die Stelle besonders viele Personen bewerben
  • wenn es sich um einen kreativen oder sozialen Beruf handelt, der eine besondere Motivation voraussetzt
  • du dich auf eine führende Position bewirbst
  • die Anforderungen der Stelle (noch) nicht zu deinem Lebenslauf passen
  • es explizit verlangt wird

Diese Fehler solltest du unbedingt vermeiden

  • Unternehmen oder Adresse falsch schreiben

Bevor du deine Bewerbung abschickst, überprüfe unbedingt noch einmal, wie man den Namen und die Adresse des Unternehmens richtig schreibt. Schließlich zählt der erste Eindruck. Achte außerdem darauf, dass du nicht vergisst, die Adresse auszutauschen, wenn du zuvor eine andere Bewerbung geschrieben hast.

  • Keine oder fehlerhafte Anrede

Finde heraus, wer dein:e Ansprechpartner:in ist. „Sehr geehrte Damen und Herren“ sollte nur in Ausnahmefällen verwendet werden. Achte auch bei der Anrede auf die korrekte Schreibweise.

  • Rechtschreib- und Grammatikfehler

Ein weiteres No-Go sind Rechtschreib- und Grammatikfehler. Zu den klassischen Fehlern zählt beispielsweise die Verwechslung von das und dass. Lass dein Motivationsschreiben am besten von anderen Personen Korrektur lesen.

  • Unvollständiger Kontakdaten

Du musst unbedingt Name, Straße, Stadt, Telefonnummer sowie E-Mail-Adresse angeben. Wenn du die Telefonnummer nicht angibst, kann das ein Grund sein, dich gar nicht erst zu kontaktieren (Zeit ist Geld und telefonieren geht am schnellsten).

  • Verzichte auf seitenlange Romane

Zwar darfst du dich im Motivationsschreiben etwas mehr austoben als im Anschreiben und legst deine Beweggründe detailliert dar – dennoch heißt das nicht, dass du seitenlange Romane verfassen sollst. Eine DIN-A4-Seite solltest du nicht überschreiten.

Du bist bereit für einen neuen Job? In unserer Jobbörse findest du über 3.500 Stellen, die auf dich warten.


22. April 2022 22.04.22
Neue Blogbeiträge bequem per E-Mail lesen:
×